Wer war dabei? Die NSDAP-Mitgliederkartei und was sie über Hadern verrät
So., 08. Nov.
|Guardini90
Seit dem Frühjahr 2026 kann jeder nachsehen, ob der eigene Großvater in der NSDAP war. Der Geschichtsverein zeigt, wie solche Recherchen funktionieren, und was er für Großhadern gefunden hat: mehr als 500 Namen, drei Beitrittswellen — und die Frage, was so eine Karte über einen Menschen aussagt.


Zeit & Ort
08. Nov. 2026, 19:30
Guardini90, Guardinistraße 90, 81375 München-Hadern, Deutschland
Über die Veranstaltung
Im Mai 1945 fanden amerikanische Ermittler die Mitgliederkartei der NSDAP in einer Papierfabrik in München-Freimann. Die Partei hatte die Karten dorthin geschafft, um sie zu vernichten. Nur dieser Fund hat das Verzeichnis gerettet. Die Amerikaner verwalteten es fast fünf Jahrzehnte und verfilmten den gesamten Bestand, bevor sie ihn 1994 an das Bundesarchiv übergaben.
Vor kurzem haben die US-Behörden das Mitgliederverzeichnis für jedermann zugänglich gemacht: Seit März 2026 stehen die Digitalisate frei im Katalog der National Archives. Die Suche dort ist allerdings mühsam. Viel einfacher geht es über die Portale deutscher Medien — Zeit, Spiegel und Süddeutsche ließen die Karten aufbereiten und nach Namen durchsuchbar machen.
Der Geschichtsverein Hadern nimmt diesen neuen Zugang zum Anlass für einen Abend über die Kartei: Welche Angaben stehen auf einer Karte? Was verraten sie wirklich? Wie verlässlich ist die Quelle, und worüber schweigt sie?
Der Verein hat die Daten für das bis 1938 selbstständige Dorf…
