St. Canisius am Tag des offenen Denkmals
So., 13. Sept.
|Canisiusplatz
Ein Bauerndorf mit 1.200 Katholiken baute sich 1926 eine Kirche von fast kathedralen Ausmaßen – und träumte vom Wallfahrtsort. Zum Tag des offenen Denkmals führt der Geschichtsverein durch St. Canisius, wenige Wochen nach dem hundertsten Weihetag.


Zeit & Ort
13. Sept. 2026, 10:30 – 15:00
Canisiusplatz, Canisiuspl., 81377 München-Hadern, Deutschland
Über die Veranstaltung
Am 29. August 1926 weihte Kardinal Michael von Faulhaber die neue Pfarrkirche von Hadern. Ein Festzug zog durchs Dorf, Böller krachten, der Chor sang die Messe „Stella maris". Was die Festgäste damals staunen ließ, verblüfft Besucher bis heute: Ein Bauerndorf mit gut 1.200 Katholiken hatte sich eine Kirche von beinahe kathedralen Ausmaßen gebaut – 43,5 Meter lang, 24 Meter breit, 14 Meter hoch, der Turm 42 Meter hoch.
Warum so groß? Pfarrer Michael Batzer dachte über Hadern hinaus. Er setzte bei Faulhaber durch, dass die Kirche dem erst 1925 heiliggesprochenen Jesuiten Petrus Canisius geweiht wurde – als erster Kirchenneubau Deutschlands für den neuen Heiligen. Batzer rechnete offenbar mit Wallfahrern; darauf deuten der Umgang in der Kirche, die umschreitbare Hochaltarmensa und der Devotionalienkiosk vor dem Portal. Den Titel der ersten Canisiuskirche verteidigte er sogar gegen eine Notkirche in Essen-Rellinghausen. Die Wallfahrt blieb aus – die große Kirche blieb.
Die Führung erzählt,…
